The Snow must go on

Am frühen Morgen des Palmsonntags traf sich, noch ein bisschen verschlafen, eine bunte Truppe junger Menschen am Pfarrheim St. Severin,

um mit dem Reisebus in unser einwöchiges Schneeabenteuer zu starten.

27 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren hatten sich für die schon zum sechsten Mal stattfindende Skifreizeit unserer Pfarre angemeldet. Begleitet wurden sie von acht jungen Erwachsenen, die in den vergangenen Jahren teilweise selbst noch als Teilnehmer/ innen mit dabei waren und für deren tolles Engagement über die ganze Woche ich an dieser Stelle noch einmal herzlich „Danke!“ sage. Danken möchte ich im Namen der ganzen Gruppe auch der Kath. Stiftung Sozialwerk St. Severin, die mit ihrer großzügigen Unterstützung solche Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche immer wieder möglich macht.

Untergebracht in einem gemütlichen Gasthof im bayrischen Kiefersfelden, fuhren wir jeden Morgen ins nahe gelegene österreichische Skigebiet am Wilden Kaiser, das uns Ende März nochmit einer Menge Schnee verwöhnte. Ob mit Skiern oder dem Snowboard, ob als alter Hase oder Neuling auf der Piste die fünf Skitage haben allen großen Spaß gemacht. Dank des engagierten Skilehrers konnten diejenigen, die zum ersten Mal mit Skiern an den Füßen unterwegs waren, schon bald mithalten und bereits am Ende des dritten Tages die Talabfahrt mitfahren.

Am vierten Tag konnten die Jugendlichen neben ihren Fahrkünsten auch ihren detektivischen Spürsinn beweisen: Da es in Kiefersfelden am Vorabend zu einem hässlichen Diebstahl einer besonders wertvollen Kiste Wein gekommen war, fuhren sie in Kleingruppen aufgeteilt im Skigebiet von Hütte zu Hütte, um die neun in Frage kommenden Verdächtigen für diese Tat zu verhören. Trotz ihrer guten Kooperation mit den örtlichen Polizeiinspektoren Krause und Krause konnten sie den völlig unvorhergesehenen Mord, der dann um die Mittagszeit geschah, nicht verhindern klärten ihn aber am Abend auf bravouröse Weise auf.

Abends waren die Jugendlichen eingeladen, sich in den Abendrunden auf das bevorstehende Osterfest einzustimmen und Verbindungen zwischen dem, was Jesus und seine Jünger damals vor 2000 Jahren erlebt hatten, und sich selbst zu entdecken. Besonders eindrücklich und ein echtes Highlight war dabei sicherlich unser Gottesdienst am Gründonnerstag, den wir in der nahe gelegenen Ottokapelle feiern durften und der eigentlich schon am Hotel mit einem Fackelgang durch die Dunkelheit begann. In der bis auf den letzten Platz besetzten und nur von Kerzen erleuchteten Kapelle konnten wir deutlich spüren, dass die bunte Truppe junger Menschen, die sich einige Tage zuvor von Eilendorf aus aufgemacht hatte, zu einer echten und starken Gemeinschaft zusammengewachsen war, die in dieser Woche viele tolle, lustige und stärkende Erfahrungen machen durfte und die sich trotz der frühen Wiederkehr um 3.30 Uhr am Karsamstag schon am Abend in der Osternacht wiedertraf.

Jenny Kruse, Gemeindereferentin